4 Tote und zahlreiche Verletzte in Lüttich

In der Innenstadt von Lüttich wurde mit Sprengsätzen geworfen und es soll auf ein Bushäuschen mit wartenden Menschen geschossen worden sein. Vier Personen sollen getötet, 75 weitere verletzt worden sein. Der Täter soll unter den Toten sein.

Auf dem Platz Saint-Lambert, Mitten in der Stadt Lüttich, in der zur Zeit Weihnachtsmarkt ist, soll ein Mann mit mehreren Sprengsätzen geworfen haben. Außerdem soll er mit einem Gewehr des Typs FAL geschossen haben. Der Täter habe sich danach selbst mit einem Revolver in den Kopf geschossen.

Das Krisenzentrum der Regierung hat inzwischen mehreren Medienberichten widersprochen, dass es sich um mehr als einen Täter gehandelt habe. Es soll auch keinerlei Verbindung dieser Tat  zu einem einem terroristischen Akt geben.

Weitere Schüsse nach der Tat, in Parallelstraßen zum Place Saint-Lambert, wie in einigen Medien berichtet wurde, hätten nicht statt gefunden.

Die Innenministerin Joëlle Milquet und der Premierminister, Elio Di Rupo sind nach Lüttich gefahren.

Laut der Agentur Belga, die sich auf mehrere Quellen der Justiz stützt, habe das Attentat 4 Tote zur Folge.

Die Staatsanwältin von Lüttich, Danièle Reynders, bestätigte die Zahl der 4 Toten und sprach auf einer Pressekonferenz von über 75 weiteren Personen, die bei der Tat verletzt worden seien.

Die Tat hatte sich um halb ein Uhr ereignet. Bei dem Mann, der  mehrere Sprengsätze in Richtung des Place Saint-Lambert geworfen hat, handele es sich laut Justiz um Nordine Amrani. Der Mann sei der Polizei bekannt.

Vor Jahren haben Ermittler bei einer Hausdurchsuchung bei ihm zu Hause Waffen gefunden. Sie hatten Pläne für eine Cannabisanpflanzung gesucht. Er war 2008 zu 58 Monaten Haft wegen Besitzes von 9.500 Waffenteilen und ein Dutzend vollständiger Waffen und wegen des Anbaus von 2.800 Cannabispflanzen verurteilt worden.

Das Auto des 32-jährigen Täters wurde auf dem Place Saint-Lambert gefunden. Die Antimineneinheit von Heverlee solle das Auto sprengen, heißt es bei Belga.

Der Katastrohpenplan wurde unmittelbar nach der Tat in Lüttich am Dienstag ausgerufen. Die Innenstadt ist abgesperrt. Es wurde eine Sicherheitszone eingerichtet.

Peeters spricht Beileid aus

Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters hat unterdessen im Namen der flämischen Regierng sein Beileid ausgesprochen.

"Im Namen der flämischen Regierung möchte ich den unschuldigen Opfern, ihren Familien und Nahestehenden mein tiefes Beileid aussprechen, schreibt Peeters in einer Mitteilung. "Ich hoffe, dass diese sinnlose und brutale Gewalt schnell bestraft wird."