"Bahnverkehr zu unterbrechen, war richtig"

Am Montagabend war der gesamte Bahnverkehr nach einem Zwichenfall in Brüssel gestört. Der Bahnverkehr wurde vorübergehend sogar ganz unterbrochen. Das sei eine richtige Entscheidung gewesen, verteidigt sich die Infrastrukurfirma Infrabel.

Am Montagabend gegen 18 Uhr war an der Haltestelle Brussel-Kapellekerk ein Mann von einem Zug angefahren worden. Der Mann flüchtete daraufhin verletzt in den Eisenbahntunnel.

Der Zugverkehr wurde durch den Zwischenfall stark gestört. Die Bahn musste den Verkehr eine Zeit lang unterbrechen, um nach dem Mann zu suchen.

Nach einiger Zeit konnte auf drei von sechs Gleisen wieder gefahren werden, wenn auch nur sehr langsam. Gegen 19 Uhr wurden alle Bahngleise wieder frei gegeben. Der Mann wurde nicht gefunden.

Trotz der Freigabe der Gleise, blieb der Bahnverkehr weiterhin gestört. Viele Züge hatten den ganzen Abend lang Verspätung. Inzwischen sollen die Züge jedoch wieder nach Fahrplan fahren.

Infrabel, der Verwalter des Schienennetzes, verteidigt die Entscheidung, den gesamten Bahnverkehr still gelegt zu haben. "Das war sicher die richtige Entscheidung", so Thomas Baeken von Infrabel. "Es geschah übrigens auch auf Bitten der Polizei. Es diente der Sicherheit der Bahnpolizei und der Leute von Infrabel, die zu diesem Zeitpunkt die Person suchten. Es wäre zu unsicher gewesen, wenn wir in diesem Moment dort noch Züge hätten durchfahren lassen. Dieser Entschluss ist also sicher gerechtfertigt."