Zahl der Todesopfer auf 5 gestiegen

In Lüttich ist ein weiteres Opfer des Attentats vom Dienstag an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Es handelt sich um eine 75-jährige Frau, die zuvor irrtümlich für tot erklärt worden war. Am Mittwoch haben sich der Premier Elio Di Rupo, Kronprinz Philippe und Prinzessin Mathilde ins Kondolenzbuch der Stadt eingetragen.

Prinz Philippe und Prinzessin Mathilde besuchten zudem mehrere Verletzte in Krankenhäusern.

Di Rupo sagte den Opferangehörigen sein Mitgefühl und seine Unterstützung zu. "Die Familien sollen wissen, dass das ganze Land hinter ihnen steht", so der Premier.

Die Regierungsspitze hat beschlossen, den Opfern mit einer nationalen Trauerfeier in Lüttich zu gedenken. Das Datum steht allerdings noch nicht fest. Die Regierung wird die Familien der Opfer hinzubitten und eine große Delegation der Regierung wird auch anwesend sein.

Vor zwei Tagen war bereits über ein 5. Todesopfer gesprochen worden, aber die Polzei korrigierte die Zahl später auf 4.

Eine 75-jährige Frau, die sich auch im Bushäuschen befand als Amrani mit Granaten warf, konnte noch ins Krankenhaus gebracht werden. Sie war klinisch tot, wurde aber künstlich am Leben gehalten. Jetzt ist sie offiziell für tot erklärt worden.

Damit steigt die Zahl der Toten des Anschlags auf 5. Außer dem Täter selbst und der 75-jährigen Frau starben auch noch 2 Jungen von 15 und 17 Jahren und ein Kleinkind von 17 Monaten. Von den über 100 Verletzten sind mehrere sehr schwer verletzt.

Neben den 5 Opfern auf dem Place Saint-Lambert tötete Amrani zuvor noch eine weitere Person. Es handelte sich um eine 50-jährige Altenpflegerin. Ihre Leiche wurde in einem Schuppen von Amrani gefunden. Sie ist voraussichtlich zweieinhalb Stunden vor dem tödlichen Attentat ermordet worden.

Unterdessen trauert ganz Lüttich weiter um die Opfer. An dem Bushäuschen, an dem es die meisten Opfer gab, legen die Menschen immer wieder neue Blumen nieder.