Lüttich: Die ersten Opfer wurden beerdigt

Am Samstagvormittag ist in Lüttich der kleine Junge zu Grabe getragen worden, der beim Amoklauf eines schwer bewaffneten Mannes in den Armen seiner Mutter von einer Kugel getroffen worden war. Am Freitag war ein jugendlicher Moslem nach islamischen Ritual beerdigt worden.

Der kleine Gabriël Leblond warerst 17 Monate alt, als er bei der Schießerei in Lüttich am Dienstagmittag schwer verletzt wurde. Einen Tag später erlag das Kind seinen Verletzungen. Am Samstag wurde der Kleine im engen Familienkreis beerdigt.

Am Freitag war ein 15jähriger Jugendlicher beerdigt worden. Der moslemische Junge war von einem Examen in der Schule auf dem Weg nach Hause, als er an der Place Saint-Lambert auf einen Bus wartend, tödlich verletzt wurde. Der Schüler wurde nach islamischem Ritual beerdigt.

Am kommenden Montag finden die Beerdigungen von zwei weiteren Opfern des Lütticher Amokläufers Nordine Amrani statt. Dann werden ein 17jähriger Schüler und eine 45jährige Haushälterin begraben. Amrani hatte die Frau unmittelbar vor seinem Amoklauf in dessen Werkstatt erschossen.

Am Samstagnachmittag fand ein kleiner Weißer Marsch für die Opfer der Bluttat statt. Die Teilnehmer legten zuerst an der Stelle an der Place Saint-Lambert, wo die Schießerei stattgefunden hatte, Blumen nieder und verneigten sich in einer Schweigeminute vor den Opfern. Danach begab sich der Zug der Teilnehmer zu dem Lütticher Krankenhaus, in dem der kleine Gabriël an seiner schweren Verletzung gestorben war.