Deutsche Bank: Einigung im Lehman-Fall

Die Deutsche Bank in Belgien hat mit der Staatsanwaltschaft in Brüssel eine gütliche Einigung in der Akte Lehman-Brothers treffen können. Die belgischen Behörden verdächtigten die Deutsche Bank, ihren hiesigen Kunden faule Angebote der US-Geschäftsbank Lehman Brothers angedreht zu haben.

Viele Kunden der Deutschen Bank in Belgien hatten nach dem Konkurs der amerikanischen Geschäftsbank Lehman Brothers am Anfang der Bankenkrise Geld verloren. Daraufhin begann die Brüsseler Staatsanwaltschaft mit Ermittlungen gegen die belgische Filiale der Deutschen Bank, denn es wurde vermutet, dass diese ihren hiesigen Kunden wider besseren Wissens faule Lehman-Papiere verkauft hatten.

Die Ermittlungen angeregt hatte die Kontroll- und Vermittlungsbehörde des belgischen Finanzministeriums. Sie hatte die Deutsche Bank von Anfang an unter Verdacht, da sie ihrer Ansicht nach irreführende Werbekampagnen nutzte, um Kunden für Lehman-Produkte zu finden. Als die Lehman Brothers-Bank in Konkurs ging, verloren diese Kunden ihr über die Deutsche Bank Belgien investiertes Geld.

Jetzt einigte sich die Deutsche Bank gütlich mit den belgischen Behörden und zahlt eine Strafsumme in Höhe von 330.000 €. Zusätzlich muss die Bank allerdings ihren geprellten Kunden 50 % ihres verlorenen Geldes zurückerstatten.