Die Sumpfrohreule taucht wieder auf

Die Sumpfrohreule, eine in Belgien selten gewordene Eule, taucht wieder häufiger auf. Seit Mitte November ist sie alleine in Flandern an mehr als 30 Standorten gesehen worden. Nach Angaben von Naturschützern liegt das am guten "Mäusejahr" im Norden Europas.

Naturschützer und Vogelfreunde haben seit dem Herbst in Flandern rund 30 Pärchen Sumpfrohreulen registriert. Im vergangenen Jahr hingegen sahen sie insgesamt lediglich 22 dieser Eulen. Die Sumpfrohreulen waren dieses Jahr vor allem in den Brabanter Koltern (Brabantse Kouters), eine Naturlandschaft im Norden von Brüssel, im Scheldebecken und in der Umgebung der belgischen Küstenpolder zu finden.

Das häufigere Auftauchen dieser Vögel in unserer Gegend ist ganz klar auf den Mäusebestand in der Natur zurückzuführen. Noch vor zwei oder drei Jahren war der Mäusebestand sehr hoch, doch 2010 verschwanden die Tierchen und damit auch die Sumpfrohreulen. Doch jetzt sind beide wieder da.

Die Sumpfrohreule ist eng verwandt mit der Waldrohreule, kommt aber wesentlich seltener vor. Im Gegensatz zu den meisten anderen Eulenarten ist die Sumpfrohreule eher am Tage aktiv. Sie brütet ihre Eier in Nestern am Boden aus und lebt auch sonst stets in Bodennähe. Durch ihr bleiches und gelbbraunes Federkleid kann sie sich im Gestrüpp und in Dünen- und Wiesenlandschaften leicht verstecken.