Rotes Kreuz testet Blutspenden auf Chagas

Das Rote Kreuz in Flandern will Blutspenden in Zukunft auch auf die Krankheit Chagas untersuchen. Ziel ist, auch Menschen aus Süd- und Mittelamerika als Blutspender zuzulassen. Auch hiesige Blutspender reisen oft zu exotischen Zielen. Deshalb werden die Test ausgeweitet.

Bisher wurden potentielle Blutspender, die aus Süd- oder Mittelamerika in unser Land eingewandert waren, aus Vorsicht abgewiesen. Möglicherweise, so die Begründung des Roten Kreuzes, könne über diese Personengruppe die Chagas-Krankheit eingeführt werden. Diese vornehmlich in Südamerika vorkommende Krankheit wird von bestimmten Parasiten ausgelöst.

Philippe Vandekerckhove von flämischen Roten Kreuz gibt ab, dass ab dem kommenden Frühjahr die Überprüfung von gespendetem Blut auf die Suche nach CHagas-Bakterien ausgeweitet wird, um so den Bestand an Spendern weiter auszubauen: "Das bedeutet für uns bis zu 600 zusätzliche Blutspender, die wir bisher ausgeschlossen haben. Bei negativen Chagas-Proben werden wir sie als Spender dann zulassen.“

Sorgen zunehmende Einwanderung, mehr Reisen zu fernen Zielen oder der Klimawandel und die Erderwärmung für Probleme durch bisher bei uns unbekannte tropische Krankheiten und somit auch für den Bereich Blutspende? Nach Ansicht von Rotkreuzmann Vandekerckhove müssen hier lediglich die Tests und Blutproben ausgeweitet werden. Andernfalls werde die Personengruppe der potentiellen Spender eher kleiner und auch klassische Blutspender müssten dann, z. B. nach Fernreisen, zumindest zeitweise von Spenden ausgeschlossen werden.