2012 steigen die Bierpreise in Belgien

Die beiden größten belgischen Bierbrauer AB InBev und Alken Maes erhöhen im März 2012 die Preise für Flaschenbier im Einzelhandel. Damit steigt der Preis für einen Kasten Bier im Supermarkt im Einkauf um 6 %. Grund für diesen Preisanstieg sind steigende Lohn- und Rohstoffpreise.

Marktführer AB InBev wird die Preise für Kästen, Flaschenbiere und Dosenbier ab dem 1. März 2012 anheben und Alken Maes macht den gleichen Schritt 12 Tage später. Die Preise im Einzelhandel werden dadurch um 6 % steigen. Die letzte Preisanhebung beim Bier im Belgien erfolgte erst im vergangenen Monat Juni. Damals steigen die Einzelhandelspreise um 3 %. Verbraucherschützer gehen davon aus, dass die Supermärkte diesen Preisanstieg an ihre Kunden weitergeben.

In einer entsprechenden Pressemitteilung erklärte AB InBev, das diese neuerlichen Preisanstiege aufgrund von gestiegenen Kosten beim Einkauf von Rohstoffen und durch höhere Gehälter und Lohnnebenkosten erfolgen. Ob die Bierpreise auch im Gaststättengewerbe und an der Theke steigen werden, ist noch unklar. Über einen eventuelle Anhebung der Preise für Fassbiere wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Die belgische Verbraucherschutz-Organisation Test Aankoop (vergleichbar mit der deutschen Stiftung Warentest) stellt sich Fragen bei der Tatsache, dass die Preisanhebungen der beiden Größten Brauer und Produzenten im Lande quasi gleichzeitig durchgeführt werden und hofft, dass die Wettbewerbshüter diesen Vorgang unter die Lupe nehmen werden. Test Aankoop vermutet, dass es sich hierbei um Preisabsprachen handeln könnte.

Zuständiger Minister reagiert

Belgiens neuer Wirtschaftsminister, der flämische Sozialist Johan Vande Lanotte (SP.A - Foto) fordert eine Untersuchung der Vorgänge durch den Rat für Wettbewerb. In der Vergangenheit hatten die Untersuchungen der belgischen Wettbewerbshüter nicht viel erreichen können. Aus diesem Grund plant Wirtschaftsminister Vande Lanotte, diese Einrichtung zu reformieren und ihr einen größeren Handlungsspielraum zu gewähren. "Wir haben ein unzureichendes System, um den freien Wettbewerb garantieren zu können“, so Vande Lanotte.