Outlaws-Mord: Kommt Verdächtiger bald frei?

Einer der Hauptverdächtigen in einem Mordfall im Rockermilieu in der flämischen Provinz Limburg könnte vorzeitig aus der U-Haft entlassen werden. Sein Anwalt strengt wegen eines vermeintlichen eine einstweilige Verfügung an, die den Rocker auf freien Fuß bringen könnte.

Ende Mai waren in Eisden bei Maasmechelen in der flämischen Provinz Limburg zwei Mitglieder der Rockerbande Outlaws und ein Sympathisant der Clique ums Leben gebracht worden (Tatort: Foto oben). Im Laufe der Ermittlungen, die die Staatsanwaltschaft von Tongeren durchführt, verhaftete die Polizei drei Verdächtige, die der konkurrierenden Rockerbande Hells Angels angehören.

Vor einigen Wochen hatte das Gericht von Tongeren auf Antrag des Anwalts des Hauptverdächtigen diesen aus der Untersuchungshaft entlassen wollen, wogegen die Bundesstaatsanwaltschaft Brüssel in Berufung gegangen war. Doch nach geltendem Gesetz muss eine solche Berufung innerhalb einer Frist von zwei Wochen behandelt werden. Dies war aber nicht der Fall und so verlangt der Anwalt des Hauptverdächtigen dessen sofortige Freilassung.

"Ein Berufungsprozess hat bis jetzt nicht stattgefunden und die Frist von 14 Tagen ist längst abgelaufen. Deshalb sitzt mein Klient unrechtmäßig im Gefängnis“, so Rechtsanwalt Pol Vandemeulebroucke. Der Fall wird am kommenden Montag am Gericht in Tongeren behandelt.