VRT will Ausländer in Flandern erreichen

Unser Haus, der öffentlich-rechtliche Rundfunk des belgischen Bundeslandes Flandern, VRT, will seine Angebote für in der Region und in der Hauptstadt Brüssel lebende Ausländer ausbauen. Für den Sender ist wichtig, die Expats in der Region mit aktuellen Nachrichten aus ihrer neuen Heimat zu versorgen.

Derzeit betreibt die Nachrichtenradaktion der VRT drei fremdsprachige Webseiten: eine in Deutsch, eine in Englisch und eine in Französisch, wozu die vorliegende deutsche Webseite flanderninfo.be gehört. Doch in Zukunft soll das Angebot an die Zielgruppe der ausländischen Expats in Flandern und Brüssel ausgebaut werden. Neue Pläne dazu sind in Vorbereitung.

Zusätzlich zu diesen Plänen kommen auch noch Änderungen im Bereich der Serviceleistungen für die Flamen im Ausland. Mittlerweile sind die Sendungen der wichtigsten VRT-Sender Radio 1 und Radio 2 via Satellit zu empfangen. Damit entspricht auch der flämische Rundfunk einem allgemeinen Trend hin zu den neuen Medien Internet und Satellit. Traditionelle Radiofrequenzen über UKW, Kurz- oder Mittelwelle werden oder wurden auch aus Kostengründen abgeschafft.

Zudem hat jeder Bereich der VRT (vrt.be) seine eigenen Webseiten, wo TV-Sendungen live gestreamt werden, wo Angebote on demand zu finden sind und vieles mehr. Alle Radiostationen sind im Internet zu finden (Radio 1 und 2, der Kultursender Klara, der Jugend- und Popsender Studio Brüssel…) und auch der Sportsender „sporza“. Recht neu ist eine VRT-eigene Kulturwebseite, die unter dem Kürzel „cobra.be“ zu finden ist. Zudem bietet die flämisch-niederländische TV-Kooperation BVN über Satellit Fernsehsendungen in niederländischer Sprache.

Adieu Mittelwelle! Bye bye RVi!

Ende des Jahres endet damit auch eine der letzten althergebrachten Traditionen der VRT, nämlich die Sendungen über die Mittelwellen-Frequenz 927 kHz. Das bedeutet das faktische Ende der Arbeit des VRT-Auslandsradios Radio Vlaanderen Internationaal (RVi), zuletzt Radio Vlaanderen Info.

Dieser Schnitt ist die Folge der immer geringer werdenden Hörerzahlen, die die hohen Kosten der Frequenzmieten nicht mehr rechtfertigen. Zudem bedeuten Mittelwellensendungen einen enormen Energieaufwand, der nicht zuletzt auch einen hohen CO2-Ausstoß mit sich bringt. Die VRT will in Sachen Schadstoffausstoß auch ihr Scherflein beitragen und beendet alle Mittelwellensendungen am 1. Januar 2012.

Unseren Radiohörern bieten sich allerdings viele Alternativen, denn alle VRT-Sendungen sind über FM und DAB abzurufen, über Kabel, DVB-T und über alle möglichen Bereiche des digitalen Fernsehens und natürlich über Satellit und Internet. Die Wege passen sich den neuen Medien an, die Inhalte bleiben die gleichen…