Polizei nimmt militante Moslems fest

Die Polizei in Antwerpen hat am Mittwoch 15 Mitglieder der radikalen Islamistenbewegung Sharia4Belgium verhaftet. Nach Ansicht der Polizei hatten die Männer eine nicht angemeldete Demonstration durchgeführt. Die Verhafteten wurden zur Feststellung ihrer Identität mit auf die Wache genommen und danach wieder freigelassen.

Im Laufe des Mittwochs gingen bei der Antwerpener Polizei mehrere Klagen von Passanten ein, die in der Offerandestraat belästigt worden waren. Die Sharia4Belgium-Aktivisten hatten dort Handzettel verteilt und sie sprachen Fußgänger an, um diese von den Vorteilen der islamischen Gesetzgebung und des moslemischen Glaubens zu überzeugen.

Dies wertete die Polizei als „nicht genehmigte Demonstration“. Als die Beamten die Aktivisten zur Rede stellen wollten, kam es zu Rangeleien, in deren Folge die Sharia4Belgium-Mitglieder allesamt abgeführt wurden. Zudem weigerten sie sich, sich auszuweisen. Die Polizei erließ gegen die 15 Männer eine Anklage wegen Störung der öffentlichen Ordnung und ließen sie danach wieder laufen.

Niqab-Trägerin in Brüssel verhaftet

In der Brabantstraat im Brüsseler Stadtviertel Schaarbeek ist am Mittwoch eine Frau verhaftet worden, die eine Niqab trug. Dieses islamische Kleidungsstück ist ein Vollschleier, der ihre Trägerinnen vollständig bedeckt, bis auf einen Schlitz für die Augen.

Das Tragen einer Niqab ist in Belgien per Gesetz verboten, denn es verhindert die Erkennung der Identität der jeweiligen Trägerinnen. Als eine Polizeistreife die Identität der Betroffenen kontrollieren wollte, weigerte sich diese, ihren Schleier zu heben. Auch deren Mann und ein Passant mischten sich in den Vorgang ein.

Den Polizisten blieb nichts anderes übrig, als das moslemische Paar mit auf die Wache zu nehmen. Nach der Feststellung der Identität der Frau und nach einen Verhör konnte das Ehepaar die Wache wieder verlassen.