Belgischer Helfer in Mogadischu getötet

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Donnerstag zwei Entwicklungshelfer getötet worden. Einer der beiden ist ein Belgier, der für die Organisation Ärzte ohne Grenzen arbeitete. Sein Kollege, ein Indonesier, war zunächst schwer verletzt worden und ist später im Krankenhaus seinen Schussverletzungen erlegen. Es gebe Berichte, wonach der Täter ein Wachmann auf dem Gelände der Büros gewesen sei.

Ärzte ohne Grenzen (Medecins sans frontieres, MSF) wollte zunächst keine Informationen weitergeben. Die Nachricht wurde von Presseagenturen verbreitet.

In Somalia werden Helfer häufiger von radikalen Islamisten angegriffen. Hier sei das aber nicht der Fall gewesen, heißt es. Es habe sich um einen Mitarbeiter vor Ort gehandelt, der offenbar verärgert war, weil er entlassen worden war.

Der Angreifer soll inzwischen verhaftet worden sein. Er soll auf den belgischen und indonesischen Helfer geschossen haben. Der Belgier war sofort tot.

Der Belgier, ein 53-jähriger Mann, hatte bereits 10 Jahre lang für Ärzte ohne Grenzen gearbeitet. Er war zuvor im Kongo, in Libanon und in Sierra Leone tätig. Der Mann hatte also viel Erfahrung.

Ärzte ohne Grenzen wird aus Sicherheitsgründen mehrere Mitarbeiter aus Somalia abziehen. In Somalia herrscht eine schwere Hungersnot.