Was bringt das neue Jahr 2012?

Ab dem 1. Januar ändern sich viele Dinge, neue Maßnahmen treten in Kraft. Für viele Leute wird das Leben teurer. Hier eine Übersicht der wichtigsten Veränderungen.

Vieles wird teurer

*Einige Telefontarife von Belgacom werden 3,41 Prozent teurer.

*Eine Briefmarke wird 4 Cent teurer.

*Die MwSt auf Pay-TV wird erhöht.

*Notare werden mehrwertsteuerpflichtig.

*Die Altersgrenze für den Eintritt in den Vorruhestand wird erhöht. Die Möglichkeit der Halbtagsvorruhestandsregelung fällt weg.

*Die Börsensteuer steigt um 30 Prozent und es wird eine Steuer auf Wertpapiere zu Lasten der Inhaber eingeführt.

*Auf die Erträge aus Dividenden und Zinsen wird eine Steuervorauszahlung von 21 Prozent erhoben.

*Ein Fahrzeug registrieren wird 10 Euro teurer und künftig  30 Euro statt 20 Euro kosten.

*Firmenautos werden höher besteuert.

Bauen oder Umbauen wird auch teurer

*Viele Prämien für energiesparende Maßnahmen werden gestrichen, zum Beispiel für den Einbau von Doppelfenstern, das Anbringen von Solarzellenplatten oder Wärmepumpen.

*Die Steuererleichterung für Passivhäuser und Niedrigenergiehäuser fällt weg.

*Die Prämie für die Dachisolation bleibt zwar, aber der Steuerabzug beträgt nur noch 30 Prozent anstelle von 40 Prozent.

*Auch für den so genannten sauberen oder grünen Strom, also Ökostrom, werden die Subventionen gekürzt. Außerdem werden die Energievorschriften für neue Häuser, Schulen und Büros strenger. Ab dem 1. Januar gilt die E70-Norm.

Und jetzt zu den guten Nachrichten

*Rund 400.000 Angestellte zum Beispiel aus IT-Unternehmen, dem Großhandel, Druckereien oder der Glasindustrie bekommen 3,47 Prozent mehr Lohn.

*Die Kündigungsfrist für einige Arbeiter und Angestellte ändert sich. Insbesondere die Kündigungsfrist für Arbeiter wird angehoben. Ein Arbeiter, der seinen Job verliert, wird künftig auch eine Abfindung erhalten, die höher ist als die heutige Krisenprämie.

*Studenten dürfen 50 Tage im Jahr arbeiten.

*Wer sein Familienunternehmen noch zu Lebzeiten übertragen will, kann künftig von einer Freistellung der Schenkungssteuer profitieren.

*Händler müssen weniger bezahlen, wenn ein Kunde einen Betrag von weniger als 10 Euro mit der EC-Karte bezahlt. Atos Worldline senkt seine Tarife.

*Grenzüberschreitende Überweisungen in der Europäischen Union werden schneller ausgeführt. Die kurzen Fristen treffen allerdings nur auf EU-Überweisungen zu, die Bankkunden in Euro tätigen.

*Aktionäre börsennotierter Unternehmen erhalten neue Rechte. So dürfen sie zum Beispiel selbst Themen auf den Terminkalender der Generalversammlung setzen.

*Eine Charta der Kundenfreundlichkeit tritt in Kraft. Die Wartezeit bei einem Call Center soll künftig höchstens zweieinhalb Minuten betragen und es muss die Möglichkeit eines kostenlosen Rückrufs angeboten werden.

*Wer verhaftet wird, dem muss künftig die Möglichkeit eingeräumt werden, jederzeit einen Anwalt einschalten zu können, selbst wenn es sich um ein erstes Verhör handelt. Belgien geht damit auf die Forderungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ein.

*Die Kastrierung von Schweinen ohne Betäubung wird von nun ab nicht mehr toleriert und klassische Legebatterien für Hennen sind von nun ab verboten.

*Die beiden Radiosender der VRT, Radio 1 und Radio 2, sind ab jetzt auch im Ausland über Satellit zu hören. Dafür muss die VRT ihre Sendungen auf Mittelwelle einstellen.

Was man sonst noch wissen sollte

*Dänemark übernimmt den EU-Vorsitz von Polen.

*Sollte noch einmal ein Katastrophe wie in Fukushima passieren, haftet der Betreiber des Atomkraftwerks für einen Schadensersatz in Höhe von maximal 1,2 Milliarden Euro (anstelle von 297,5 Millionen Euro).

*Wollen Sie die genaue Uhrzeit wissen, müssen Sie künftig statt der 1200 die etwas kompliziertere Nummer 078-051200 wählen.