"Deutschlandjahr" an der Löwener Universität

Die Katholische Universität Löwen (KUL) richtet ihr Augenmerk im neuen Jahr auf Deutschland. Die international hochangesehene flämische Universität will versuchen, ihren Bekanntheitsgrad im Nachbarland Deutschland zu vergrößern.

2012 ist für die Katholische Universität Löwen ein "Deutschlandjahr“, denn die Uni will im Nachbarland bekannter werden. Zudem will sie bei ihren Studenten für einen regen Austausch im europäischen Erasmus-Programm werben. Flämische Studenten der KUL sollen in Deutschland an dortigen Universitäten Gaststudien absolvieren.

Konkret will die Löwener Uni über das ganze Jahr verteilt Aktionen und Aktivitäten durchführen, bei denen die verschiedensten Aspekte des deutschen Hochschul- und Universitätswesens und der Wissenschaft beleuchtet werden. Doch auch der Bereich Kultur soll dabei nicht zu kurz kommen.

Im Angebot sind dabei einige auf Deutschland zugeschnittene wissenschaftliche Workshops, aber auch ein musikalisches und historisches Projekt um die beiden Städte Löwen und Dresden.

Beide Städte hatten jeweils in einem der beiden Weltkriege des vergangenen Jahrhunderts schwer zu leiden.

Löwen (Leuven in der niederländischen Sprache) wurde während des Ersten Weltkriegs Opfer von brandschatzenden deutschen Soldaten, denen auch die Universität und ihre damals bedeutsame Bibliothek zum Opfer fielen und Dresden wurde im Zweiten Weltkrieg gleich mehrmals von alliierten Bombern heimgesucht und in allen Bereichen schwer getroffen.

Die KUL stellt sich derzeit auch mit einer kleinen aber feinen Webseite in deutscher Sprache vor: "Studieren an der K.U. Leuven", wo nützliche und interessante Tipps zur Universität und zur Stadt, gelegen in der Provinz Flämisch-Brabant, zu finden sind. Eine weitere Internetseite in niederländischer Sprache soll die flämischen Studenten der Universität neugierig machen: K.U.Leuven Duitslandjaar 2012.

Startschuss am 10. Januar

Der Startschuss für das "Deutschlandjahr“ an der Löwener Universität wird am Dienstag, den 10. Januar gegeben.

Rektor Mark Waer, Vizerektor Bart De Moor, Deutschlands neuer  Botschafter in Belgien - Dr. Eckart Cuntz und Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) laden am Abend des 10. Januar um 19 Uhr 30 in die Universitätshalle in der Namsestraat 22, 3000 Leuven ein, um das Jahr zu eröffnen.

Ministerpräsident Peeters wird zu diesem Anlass eine Ansprache mit dem vielversprechenden Titel: "Akademische Diplomatie und gute wirtschaftliche Nachbarschaft“ halten.