Kommt nach dem Sturm das Hochwasser?

Das Sturmtief Andrea hat unsere Breitengrade zwar endlich verlassen, doch mancherorts ist die Sorge vor Problemen durch die Unwetter noch nicht vorbei. Die starken Regenfälle der vergangenen Tage haben die Pegel vieler Wasserläufe an den Rand des Überlaufens gebracht.

In Flandern werden vor allem die Läufe der Nete und der Demer im Auge behalten. Im Zichem in Flämisch-Brabant erreichte die Demer schon am Donnerstag einen dramatisch hohen Pegelstand. In Rillar bei Aarschot erreichte auch die Grote Motte einen kritischen Pegel. Hier liefen einige Keller voll Wasser, doch schwere Überflutungen werden nicht erwartet.

Stromaufwärts, in der Provinz Limburg, ist die Lage ebenfalls örtlich bedrohlich. Hier steht die Demer auch sehr hoch, doch von Problemen gehen die dortigen Behörden nicht aus. Anders sieht die Lage bei der Berwijn aus, die von Limburg aus als Berwinne weiter in die Wallonie fließt. In Voeren wurden die Deiche verstärkt, denn hier drohte die Berwijn über das Ufer zu treten.

Im Waasland in der Provinz Ostflandern sorgten überlaufende Bäche für leicht überflutete Straßen. In Wallonien hingegen ist die Lage an verschiedenen Stellen recht dramatisch, denn hier haben gleich mehrere Bäche und Flüsse alarmierend hohe Pegelstände erreicht, unter anderem der Oberlauf der Maas, der Unterlauf der Ourthe, die Semois und die Lesse, sowie die Our im Dreiländereck Ostbelgien, Deutschland und Luxemburg.