Lösegeld für Magrittes Gemälde "Olympia"

Das Magritte-Museum im Brüsseler Ortsteil Jette kann aufatmen. Das vor zwei Jahren dort gestohlene Gemälde "Olympia" des belgischen Surrealisten René Magritte ist wieder aufgetaucht. Offenbar hat die Versicherungs-gesellschaft des Museums dafür 75.000 € locker machen müssen.

Vor zwei Jahren hatten sich mehrere bewaffnete Diebe Zugang zum Magritte-Museum in Jette verschafft und das dortige Personal bedroht. Anschließend verschwanden sie unerkannt mit dem 1948 entstandenen Gemälde "Olympia“.

Doch anscheinend schafften die Kunsträuber nicht, das weltberühmte Gemälde auf dem Schwarzmarkt für Kunstgegenstände zu verkaufen. Vor rund zwei Wochen meldeten sie sich und boten das Gemälde für eine Summe von 75.000 € an.

Die Versicherungsgesellschaft des Museums ist darauf eingegangen und jetzt konnte das Bild in einem Schließfach an einem nicht genannten Ort abgeholt werden. Als Mittelsmann wurde ein Kunstfachmann kontaktiert, der das Gemälde der Polizei übergab. Von den Tätern fehlt allerdings weiterhin jede Spur.

Der eigentliche Wert des Gemäldes „Olympia“ wird auf 750.000 bis 800.000 € geschätzt. Solch ein Gemälde ist unmöglich auf illegalem Weg abzusetzen. Für die Versicherung ist es vorteilhafter, eine Art "Finderlohn“ zu zahlen, als eine unschätzbar hohe Versicherungssumme an die eigentlichen Besitzer zahlen zu müssen. Das Bild ist gerettet. Alles andere ist jetzt in Händen der Brüsseler Polizei.