Flanderns Minister erwägen Lohnverzicht

Möglicherweise werden die Minister der flämischen Landesregierung (Foto) im Zuge der Sparmaßnahmen, die auch auf das belgische Bundesland Flandern zukommen, eine Gehaltskürzung in Kauf nehmen. Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) kündigte dies gegenüber der VRT an.

Im Februar wird auch in Flandern eine Haushaltskontrolle angesetzt. Dabei könnte es sein, dass die Minister der Landesregierung auf einen Teil ihrer Gehälter verzichten. Landeschef Peeters kündigte am Montagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion an, die Frage der Ministergehälter auf die Tagesordnung der Haushaltskontrolle setzen zu wollen.

Peeters wies allerdings darauf hin, dass die Mitglieder seines Kabinetts schon jetzt weniger verdienen würden, als ihre Kollegen auf Bundesebene oder in der wallonischen Landesregierung.

Das Thema Ministergehälter geriet am vergangenen Wochenende in die Schlagzeilen, als die oppositionelle N-VA herausfand, dass im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung von einem Aufschlag der Gehälter von 8 % die Rede sei.

Doch dies, so Premierminister Elio Di Rupo (PS) postwendet, sei ein administrativer Fehler in der niederländischen Übersetzung der Vertragspapiere gewesen. Die neue Bundesregierung würde vielmehr auf 5 % ihrer Gehälter verzichten.

Die flämische Landesregierung will in den nächsten Wochen 200 bis 500 Millionen € im Landeshaushalt einsparen. Auf nähere Details wollte Ministerpräsident Peeters nicht eingehen.