VRT-Journalisten entgehen Anschlag

Bei einem Anschlag in der syrischen Stadt Homs ist am Mittwoch ein französischer Journalist ums Leben gekommen. Zwei Journalisten aus unserem Haus, der flämische Rundfunk VRT, und deren Techniker blieben unversehrt und werden jetzt das Land verlassen.

Etwa 15 europäische Journalisten, die von mehreren syrischen Regierungsbeamten begleitet wurden, waren gerade dabei, in Homs (Archivfotos) Reportagen über die Geschehnisse im Zuge des Aufstandes gegen das Assad-Regime anzufertigen, als sie in ein Haus gedrängt wurden.

Daraufhin soll es mehrere Detonationen gegeben haben. Dabei gab es mehrere Tote und Verletzte. Unter den Toten ist der bekannte französische Journalist Gilles Jacquier vom TV-Sender France 2. Ein weiterer Pressevertreter soll schwer verletzt worden sein.

Insgesamt kamen bei dem Anschlag acht Menschen ums Leben, 25 sollen verletzt worden sein, wie ein syrischer Sender meldete. Dies wurde aber zunächst nicht von den Behörden in Damaskus bestätigt.

Nach Berichten von VRT-Radiokorrespondent Jens Franssen herrschte nach den Explosionen ein regelrechtes Chaos. Die flämischen Journalisten, Franssen und sein TV-Kollege Rudy Vranckx und ihre drei VRT-Radio- und TV-Techniker Jan Bické, Filip Van Hecke und Kris De Naegel, kamen unversehrt davon, fanden sich schnell wieder und zogen sich gemeinsam in ein Hotel zurück.

Unser Haus wird das Korrespondententeam so schnell wie möglich aus Syrien abziehen. Homs gilt als Hochburg des Aufstands gegen Präsident Baschar al-Assad.