Weniger Einwanderer durch neues Gesetz

Die Zahl der Einwanderer, die ein Visum auf Ebene von Familien-Zusammenführung erhalten, ist stark rückläufig. Der Grund dafür ist eine neue gesetzliche Regelung, nach der Personen mit Aufenthaltsgenehmigung beweisen müssen, dass sie ihre Familien auch ernähren können.

Das neue belgische Einwanderungsgesetz ist seit dem 22. Dezember in Kraft und ist vor allem im Bereich Familienzusammenführung deutlich strenger geworden. Vor der neuen Regelung stimmten die Asylbehörden in sieben von 10 Fällen einer solchen Wiedervereinigung der Familien zu, heute nur noch in jedem vierten Fall. Das bedeutet, dass pro Monat 300 bis 400 Asylanträgen weniger zugestimmt wird, als vorher.

Das neue Gesetz ist auf finanzieller und auch materieller Ebene deutlich strenger geworden. So muss ein Einwanderer, der seine Familie aus seiner früheren Heimat nach Belgien holen will beweisen, dass er sie mit einem stabilen, ausreichenden und regelmäßigem Einkommen - mindestens 1.130 € im Monat - ernähren kann.

Zudem muss er entsprechende Wohnverhältnisse vorweisen können, bevor auch seine Familie Antrag auf dauerhaftes Bleiberecht in Belgien stellen darf. Dies führte schon nach einigen Tagen zu einem spürbaren Rückgang der Einwanderungszahlen.