Belgische Touristen in Äthiopien verletzt

Bei einem Überfall auf eine Reisegruppe im Osten Äthiopiens sind fünf Reisende getötet worden. Zwei Belgier sind unter den Verletzten. Nach Angaben der äthiopischen Behörden hätten bewaffnete Banden aus den Nachbarland Eritrea den Überfall verübt.

Äthiopiens Regierungssprecher Bereket Simon gab am Mittwochmorgen bekannt, dass die Opfer ein Belgier, ein Deutscher, ein Ungar, ein Italiener und ein Australier seien. Weiter seien zwei Menschen verletzt worden und ein Mitglied der Reisegruppe habe entkommen können. Zudem seien zwei weitere Reisende und zwei äthiopische Begleiter entführt worden.

Die Täter seien terroristische Gruppen, die von der Regierung in Eritrea ausgebildet und bewaffnet würden. Die Zahl und die Nationalität der Opfer wurden zwar von den Botschaften Deutschlands und Österreichs in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba und vom deutschen Reiseveranstalter bestätigt, doch die Meldung, dass unter den Toten ein Belgier sei, bestätigte sich glücklicherweise nicht.

Die belgische Botschaft wollte die Informationen, über die sie bis zum Mittwochmorgen verfügte, noch überprüfen, wie die Nachrichtenagentur Belga am Mittwochmorgen meldete. Dabei kam heraus, dass es sich bei den beiden Verletzten um Belgier handelt.

Das Grenzgebiet zwischen Eritrea und Äthiopien (Archivfoto oben) und die Region um den Vulkan Erta Ale in der Danakil-Wüste, eine bitterarme Gegend, in der die Nomaden des Afar-Volkes leben, war schon mehrmals Schauplatz von blutigen Überfällen auf Touristen oder von Entführungen. 2007 wurde eine internationale Reisegruppe entführt und erst nach Zahlungen von hohen Lösegeldern wieder freigelassen.