276 zusätzliche Steuerfahnder fürs' Finanzamt

Das Finanzamt wird in diesem Jahr 276 neue Steuerfahnder einstellen. Die Mehrzal soll in der BBI, also der Sonderabteilung der Steuerinspektion, eingesetzt werden. Das Personal dieser Abteilung wird um etwa ein Viertel aufgestockt. Das schreibt die Zeitung De Standaard am Donnerstag.

Das belgische Finanzamt will 2012 entschieden gegen Steuerhinterziehung vorgehen und stellt deshalb 276 zusätzliche Mitarbeiter ein. Nur die Crème de la crème der Steuerfahnder soll die Sonderabteilung der Steuerinspektion stärken. So sollen nur gut Ausgebildete mit einem Bachelor oder Masterabschluss eingestellt werden.

"Wir suchen Wirtschaftler, Buchhalter, Juristen, aber auch Informatiker", betont Francis Adyns vom Finanzamt. "Jeder weiß, dass Steuerhinterziehung auch über das Internet begangen wird, deshalb brauchen wir auch Informatiker für den Datenabgleich, um Risikoprofile ausfindig zu machen."  Das Finanzamt spricht hierbei von  "Data-Mining“, also der Verarbeitung sehr großer Datenbestände, die nicht mehr manuell verarbeitet werden können und wofür effiziente Methoden benötigt werden.

Die Mehrheit der Fahnder soll in der Sonderabteilung der Steuerinspektion, also der BBI (Bijzondere Belastinginspectie) eingesetzt werden. Den Beamten des Finanzamtes sollen außerdem neue, erweiterte Befugnisse gegeben werden.

Die Regierung erhofft sich mit der Bekämpfung der verschiedenen Betrugsformen Mehreinnahmen in Höhe von 720 Millionen Euro für 2012.