Mehr Alkoholkontrollen und Bußgeldbescheide

Zwischen 2008 und 2011 hat die belgische Polizei die Zahl der Alkoholkontrollen und Bußgeldbescheide wegen Geschwindigkeits-überschreitung verdoppeln können. Letztes Jahr mussten 263.268 Fahrer ins Röhrchen blasen, 2008 waren es nur 125.250. Seit 2008 wurden auch doppelt so viele Fahrer wegen Geschwindigkeitsverstößen erwischt: 2011 waren es 1.054.886 Übertretungen im Vergleich zu 557.818 im Jahr 2008. Das hat die belgische Polizei am Donnerstag bekannt gegeben.

Die Verkehrspolizei weist darauf hin, dass ihr die Verdopplung der Kontrollen gelungen sei, ohne die Zahl der Mitarbeiter erhöht zu haben.

"Das gute Ergebnis von 2011 war Dank der Verbesserung des Materials und der Arbeitsprozesse, aber vor allem Dank der Motivation unserer Mitarbeiter möglich", so Hauptkommissar Michaël Jonniaux, Direktor der Verkehrspolizei.

Die Verkehrspolizei soll jedes Jahr 240.000 Autofahrer ins Röhrchen blasen lassen. Dieses Ziel wurde nun zum zweiten Mal in Folge erreicht. 2010 wurden 245.175 Alkoholkontrollen durchgeführt. Im letzten Jahr waren es 7,3 Prozent mehr. Von den Fahrern, die 2011 einen Alkoholtest machen mussten, fuhr 2,4 Prozent unter Einfluss von Alkohol.

Die belgische Verkehrspolizei führte vor allem mehr Routinekontrollen durch. Seit 2010 lässt die Verkehrspolizei jeden Fahrer, mit dem sie vor Ort zu tun hat, ins Röhrchen blasen. Es mache keinen Unterschied mehr, ob das im Rahmen einer Routinekontrolle oder nach einem Verkehrsunfall erfolge, heißt es.

Die erstaunliche Zunahme der registrierten Geschwindigkeitsüberschreitungen ist vor allem auf die Kontrollen durch Blitzgeräte zurückzuführen. Die fest angebrachten Radarfallen registrierten 2011 insgesamt 480.390 Verstöße. Im Vergleich dazu wurden 2010 insgesamt 230.493 Verstöße registriert. Die Kontrollen mit mobilen Radargeräten brachten 2011 574.496 Verstöße ans Tageslicht. Im Jahr davor waren es 594.088.

Die Verkehrspolizei weist noch darauf hin, dass die Fahrer nicht unbedingt schneller auf den Autobahnen oder Überlandstraßen gefahren seien, sondern dass die Polizei einfach mehr Strafen ausgestellt hätte.