Aktion für bessere Sicherheit in Zügen

Im Bahnhof von Vilvoorde bei Brüssel haben am Freitagabend rund hundert Bahnschaffner gegen die zunehmende Gewaltbereitschaft von Bahnreisenden protestiert. Sie veranstalteten unter anderem ein Pfeifkonzert und verteilten Informationsblätter an die Fahrgäste.

Die Aktion wurde von den Eisenbahner-Gewerkschaften und vom Fahrgastverband Zug-Tram-Bus (TTB) unterstützt. In den letzten Wochen war es wiederholt zu tätlichen Übergriffen auf Bahnschaffner und Zugbegleiter gekommen - gerade erst in Vilvoorde, dem Ort der Protestaktion.

Das Zugpersonal wird in den letzten Jahren immer häufiger Opfer verbaler und auch körperlicher Gewalt, zum Beispiel dann, wenn Schwarzfahrer oder zahlungsunwillige Fahrgäste erwischt werden. Zugpersonal, Gewerkschaften und der Fahrgastverband fordern bessere Sicherheitsmaßnahmen für die Beschäftigten des fahrenden Personals und mehr Personal im Allgemeinen. Außerdem verlangen sie eine härtere Bestrafung von erwischten Täter.

Die Zugbegleiter wiesen zum wiederholtem Mal darauf hin, dass sie bereits seit mehreren Jahren ständig bessere Sicherheitsmaßnahmen und mehr Sicherheitspersonal in den Zügen fordern. Spontane Arbeitsniederlegungen aus diesem Grunde sorgen häufig für Probleme im Zugverkehr in Belgien. Aus diesen Grunde schlossen sich die Fahrgastvertreter der Aktion des Bahnpersonals an.