Arbeitslose müssen sich bis 58 bewerben

Wer arbeitslos ist, wird künftig verpflichtet, bis zum 58. Lebensjahr Arbeit zu suchen oder angebotene Arbeit anzunehmen. Hierauf haben sich die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände geeinigt, schreibt Het Nieuwsblad.

Derzeit liegt die Altersgrenze bei 55 Jahren, aber diese wird ab Juni auf 58 Jahre angehoben. Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände wollen auf diese Weise ältere Arbeitslose aktivieren. In den letzten Jahren wurde die Grenze schon einmal von 52 auf 55 Jahre angehoben.

Gleichzeitig sollen Maßnahmen verwirklicht werden, um ältere Arbeitslose leichter zu einem Job zu verhelfen. So soll das System der Prämien geändert werden. Arbeitgeber, die ältere Langzeitarbeitslose oder über 55-Jährige einstellen, sollen finanziell belohnt werden. Außerdem will das flämische Arbeitsamt künftig Menschen anstatt bis 55 bis 58 Jahre begleiten. Das erklärte Karel Van Eetvelt vom flämischen Unternehmerverband Unizo.

Außerdem sollen Jugendliche ohne Schulabschluss und ohne Ausbildung strenger begleitet werden. Es werden mehr Ausbildungen angeboten und die Jugendlichen müssen Firmenpraktika absolvieren. Wenn sie sich weigern, ein Praktikum zu machen, dann werden ihre Akten zum belgischen Arbeitsamt geschickt und sie könnten das Arbeitslosengeld gestrichen bekommen.

Die flämischen Sozialpartner haben ihr Abkommen der flämischen Regierung vorgelegt. Die soll nun das Abkommen weiter ausarbeiten.Laut Karel Van Eetvelt müsse die flämische Regierung nun vor allem sehen, "dass sie das Budget hierfür zur Verfügung stellen kann". "Denn die Arbeitsbeschaffungspolitik des flämischen Arbeitsamtes kostet viel Geld und auch die Prämien kosten Geld. So ist auch die Begleitung von Jugendlichen teuer und verlangt ein zusätzliches Budget."