Belgisches Milchpulver aus russischen Regalen genommen

Nachdem russische Kinder in der Region Irkutsk an Salmonellen erkrankt sind, wurde belgisches Milchpulver der Marke Damil 1 Lux aus dem Verkauf in Russland genommen. Eine Strafakte wegen des Angebots von Produkten oder Dienstleistungen minderwertiger Qualität wurde angelegt.

Insgeamt 1.788 Milchpulverpäckchen für Babynahrung der Marke Damil 1 Lux des belgischen Unternehmens Fasska nv in Louvain-la-Neuve sind aus den Verkaufsregalen in der russischen Region Irkutsk genommen worden. 16 Kinder  im Alter von 2 bis 7 Monaten hatten sich mit Salmonellen infiziert. Das hat ein Sprecher der Agentur für Lebensmittelsicherheit vor Ort der russischen Presseagentur Itar-Tass am Montag mitgeteilt.

"Ask-Salvex, der Großhandelslieferant von Babymilch, hergestellt durch das belgische Unternehmen Fasska s.a., hat 1.246 Päckchen zurückgerufen und 542 Päckchen aus Privatverkäufen nehmen lassen", so der Sprecher.

Außerdem haben die Behörden Laborproben anderer Fasska-Produkte angeordnet, die in der Region Irkutsk verteilt werden. In der Stadt Usolje-Sibirskoje in Südsibirien wurde eine Verbreitung von Salmonellen gemeldet. Damil 1 Lux Babynahrung wird im Rahmen eines sozialen Programms verkauft. Es wurden keine wirklich ernsten Fälle gemeldet, aber alle Kinder wurden unmittelbar behandelt.

Eine Strafakte wurde wegen des Angebots von Produkten oder Dienstleistungen minderwertiger Qualität angelegt.