"Türen zu!" im Brüsseler Justizpalast

Der Brüsseler Justizpalast soll nach dem Willen von Belgiens neuer Justizministerin Annemie Turtelboom (Open VLD) in Zukunft nur noch über zwei Eingänge verfügen. Alle anderen Türen sollen aus Sicherheitsgründen verschlossen bleiben.

Der Justizpalast von Brüssel ist ein weltbekanntes Gebäude und in weiten Teilen der belgischen Hauptstadt sichtbar. Aber, das Gebäude ist bisher ein offenes Haus mit insgesamt 28 Ein- und Ausgängen und viel Publikumsverkehr bis hin zu touristischen Führungen.

Nach verschiedenen Diebstählen, Einbrüchen, Brandstiftungen und anderen Vorfällen soll das jetzt anders werden. Justizministerin Turtelboom (Foto) plant die permanente Schließung von 26 der 28 Zugänge.

In Zukunft sollen alle Justizangehörigen - Richter, Anwälte und Personal - durch einen Eingang herein - oder herausgehen und Angeklagte, Zeugen und Prozessbesucher durch einen zweiten Zugang. Diese Regelung soll ab dem 10. Februar in Kraft treten.

Bald sollen überdies zu den Zeiten, in denen Hauptverhandlungen stattfinden, keine Besuchergruppen mehr durch den Justizpalast geführt werden. Damit soll die Anzahl der Menschen in diesem Gebäude zumindest in juristisch gewichtigen Momenten eingeschränkt werden.