DNA-Datenbank gegen Einbrecher

Die DNA von verurteilten Einbrechern soll schon bald in einer DNA-Datenbank der Justiz gesammelt werden. Die Zahl neuer Täterprofile in dieser Datenbank wird sich dadurch jedes Jahr mehr als verdoppeln.

DNA ist die Trägerin von Erbinformation einer Person. Jeder Mensch hat eine andere DNA. Die DNA ist also ideal zur Identifizierung einer Person. In der DNA-Datenbank der Justiz sind derzeit lediglich DNA verurteilter Mörder, Vergewaltiger und Brandstifter gespeichert.

Schon bald sollen nun auch die DNA verurteilter Einbrecher und von Menschen, die wegen Menschenhandels und -schmuggels sowie Terrorismus verurteilt wurden, in dieser Datenbank gesammelt werden.

Die Anzahl der Täterprofile in der DNA-Datenbank wird sich dadurch jedes Jahr mehr als verdoppeln. Die Erweiterung der DNA-Datenbank ist eine direkte Folge des neuen DNA-Gesetzes, das letztes Jahr vom Parlament verabschiedet worden ist.

"Wenn mehr DNA-Spuren in der Datenbank sind, können wir auch viel mehr Täter überführen", betont die Justizministerin Annemie Turtelboom (Open VLD). "Außerdem verkürzen wir auch den Zeitraum bis man Einsicht in die Datenbank erhält, um nachzusehen, ob eine Spur vorhanden ist. Ein Jahr wird nun auf ungefähr einen Monat reduziert."