Schwellenindex überschritten

Durch die steigende Inflation ist der Schwellenindex überschritten worden. Das bedeutet, dass die Sozialleistungen und die Renten im Februar um 2 % steigen werden. Im März werden dadurch auch Löhne und Gehälter der Beamten leicht ansteigen.

Im vergangenen Monat Dezember blieb die Inflation in Belgien noch unter einem Wert von 3,5 %, doch im Januar stieg er deutlicher und blieb bei einem vorläufigen Wert von 3,65 % stehen.

Die Inflation steigt hierzulande unter anderem durch die Preisanstiege von Brennstoffen (Heizöl, Benzin und Diesel), Gemüse und Auslandsreisen, Produkte, die in einem Durchschnitts-Warenkorb liegen, mit dessen Preisen Inflation und Preisindex gemessen werden.

Man muss davon ausgehen, dass dieser Schwellenindex dieses Jahr noch ein weiteres Mal steigen wird. Dass bedeutet einen weiteren Anstieg der Sozialleistungen, der Renten und der Beamtengehälter.

Arbeitgeber gehen auf die Barrikaden

Die Arbeitgeberverbände in Bund und Ländern sind mit weiteren Indexsprüngen durch die steigende Inflation nicht einverstanden. Sie haben durch dadurch erfolgende Indexanpassungen immer wieder höhere Lohn- und Lohnnebenkosten zu verkraften und leiden unter sinkender Nachfrage beim Absatz ihrer Erzeugnisse.

Sie fordern einmal mehr, dass die belgische Bundesregierung etwas gegen die Indexanpassungen unternehmen. Zudem stellen sie fest, dass durch einige Maßnahmen in den Sparplänen der neuen Regierung - z.B. höhere Mehrwertsteuern auf notarielle Gebühren und Bezahlfernsehen – der Index um 17 % ansteigt.

Agoria, der Dachverband der Arbeitgeber im Metall- und Technologiebereich, geht noch weiter und fordert ein neues Ministeramt, nämlich einen Minister für den Kampf gegen den Index. Nach Ansicht des belgischen Unternehmerverbands VBO sorgen die steigenden Lohnnebenkosten bei den Arbeitgebern alleine in diesem Jahr für Mehrkosten von rund 150 Millionen €.