Hälfte der Fußfesseln nicht im Einsatz

Fast die Hälfte der verfügbaren elektronischen Fußfesseln in Belgien wird nicht eingesetzt. Das geht aus Zahlen des Justizministeriums hervor, wie die Zeitung “Gazet van Antwerpen” in ihrer Samstagsausgabe berichtet.

Wer zu weniger als drei Jahren Haft verurteilt wurde, kann die Strafe zu Hause mit einer elektronischen Fußfessel absitzen. Das gilt seit 2002 und mit der Maßnahme sollte der Überbevölkerung in den belgischen Gefängnissen ein Ende gemacht werden.

Allerdings gibt es zu wenige Kontrolleure, die die Fußfesselträger überwachen. Dadurch bleiben 700 dieser Fußfesseln ungenutzt.

Justizministerin Annemie Turtelboom (Open VLD) will nun 20 zusätzliche Kontrolleure einstellen. Dann könnten bis zu 1500 Sträflinge eine Fußfessel tragen. Die Zahl der Fußfesselträger ist vergangenes Jahr von 1.056 auf 882 zurückgegangen.