Bauwesen: Vorsicht trotz gutem Jahr 2011

Die belgische Bauwirtschaft hat trotz der Krise im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 2,5 % verbuchen können. Doch beschränkt sich dieser Zuwachs offenbar nur auf das erste Semester des Jahres. Nach dem Sommer ging es auch hier bergab.

Die Bauwirtschaft rechnet trotz eines recht guten Jahres 2011 mit einem Fortlaufe des Abwärtstrend, der sich seit Ende des vergangenen Sommers bemerkbar macht.

Derzeit rechnet die belgische Bauföderation, das ist der Dachverband der hiesigen Bauwirtschaft, sogar mit negativen Voraussichten, die denen des Krisenjahres 2008 in nichts nachstehen werden. Alleine für 2012 erwartet man einen Rückgang um bis zu 5 %.

Vom Bund fordert man denn auch entsprechende Reaktionen. Die neue belgische Bundesregierung solle Maßnahmen zur Stimulierung der Bautätigkeit in Angriff nehmen. Zum Beispiel soll die Zurücknahme der Zuschüsse für ökologisches Bauen, die im Koalitionsabkomme aus Spargründen festgeschrieben ist, wieder aufgehoben werden. Bisher konnte umweltfreundliches Bauen auch steuerlich geltend gemacht werden.

Zudem verlangt die Bauwirtschaft endlich Klarheit bezüglich der steuerlichen Absetzbarkeit von Hypothekendarlehen und der Mehrwertsteuer, denn hier wiedersprechen sich die Angaben von Seiten der Politik und des Fiskus deutlich und die Häuslebauer halten sich mit Aufträgen vorerst zurück.