Chokotoff: Produktion soll in Belgien bleiben

Der belgische Süßwaren- und Schokolade-Produzent Côte d’Or sieht voraussichtlich vom Umzug der Produktion der populären Chokotoff-Schokoladenbonbons nach Osteuropa ab. Das Vorhaben war sehr umstritten. Jetzt will Mutterkonzern Kraft Foods in anderen Bereichen Einsparungen vornehmen.

Côte d’Or-Mutterkonzern Kraft Foods hatte vergangenes Jahr gemeldet, dass man die Produktion von in Belgien sehr beliebten Schokoprodukten, wie Chokotoff, die kleinen Migonettes-Schokoladentäfelchen oder die Bouchées ins Ausland verlagern wolle, um Geld zu sparen. Dieser Schritt war seinerzeit in Belgien sehr emotional bedauert worden und stieß auf Protest, zumal damit auch der Verlust Arbeitsplätzen einherging.

Jetzt rudert Kraft Foods-Côte d’Or offenbar einen Schritt zurück und ein Gewerkschaftler kündigte gegenüber der flämischenn Tageszeitung Het Laatste Nieuws an, die Produktionslinie für die Chokotoff-Bonbons würde in Halle bei Brüssel belassen. Die Gewerkschaften begrüßen diesen Schritt, denn damit könnten 13 Arbeitsplätze behalten werden. Auch die traditionsbewussten Verbraucher werden sich darüber freuen.

Bestätigen wollte man dies bei Kraft Foods Belgien und im Mutterhaus in der Schweiz aber noch nicht, denn entsprechende Verhandlungen mit den Gewerkschaften würden noch laufen. Der Konzern fordert einen Deal und Sparmaßnahmen in Höhe von 600.000 € zum Beispiel in den Bereichen Transport von Personal von und zur Arbeit, Betriebskantine und andere Möglichkeiten.

Die Mignonettes und die Bouchées sollen in Zukunft auf jeden Fall in osteuropäischen Werken (Litauen, Polen oder Tschechien) von Kraft Foods hergestellt werden. Die Mignonettes ziehen noch vor dem kommenden Sommer um und die Produktion der Bouchés wird ab April 2013 verlagert, wie ein Gewerkschaftler dazu sagte .