Frostige Zeiten für Brüssels Obdachlose

Die für das Ende der Woche erwarteten Frosttemperaturen sorgen auch in diesem Jahr wieder für Probleme für die Obdachlosen in Brüssel. Die derzeit zur Verfügung stehenden Notunterkünfte befinden sich außerhalb der Stadt. Nun müssen 1.000 bis 1.500 Obdachlose dorthin gebracht werden.

Rund 1.000 bis 1.500 Obdachlose und Asylsuchende sollen in der belgischen Hauptstadt Brüssel auf der Straße leben. Es können aber auch mehr sein, denn so genau weiß das niemand. Angesichts der frostigen Temperaturen, die für die kommenden Tage erwartet werden, sollen diese Menschen in Notunterkünfte gebracht werden.

Doch das öffentliche Sozialhilfezentrum in der Hauptstadt kann im Zentrum keine Unterkünfte bieten. Maggie De Bock (Open VLD), die zuständige Staatssekretärin der belgischen Bundesregierung, fand nach eigenen Angaben 1.300 Schlafplätze in Notunterkünften außerhalb des Stadtzentrums und außerhalb der Brüsseler Stadtgrenzen.

Nun gilt es, die Obdachlosen und die Asylsucher, darunter viele Familien mit Kindern, aufzuspüren und in die Notunterkünfte zu bringen. Dabei zeigt sich ein weiteres Problem: Wer soll sie dorthin bringen. Die Orte, an denen sich die Unterkünfte finden, sind nicht am öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Und Busse stehen nicht zur Verfügung.

Inzwischen haben einige soziale Hilfsorganisationen auf eigene Initiative Unterkünfte finden können und schon in der Nacht zum Dienstag konnten einige Obdachlose dort Schlafplätze finden. Doch Verbände, wie SOS Opvang und Samu Social haben Platz für nur rund 550 Personen.

Das Problem muss unbedingt eine Lösung finden, denn die Wetterdienste sagen auch für Belgien ab Donnerstag Temperaturen von bis zu -10°C voraus.