Onkelinx rät, PIP-Implantate zu entfernen

Die Ministerin für soziale Angelegenheiten und Volksgesundheit Laurette Onkelinx rät Patienten von Brustimplantaten der Firma PIP zur Entfernung. Damit folgt die Ministerin der Ansicht des Hohen Gesundheitsrates.

Der Hohe Gesundheitsrat weist darauf hin, dass keinerlei erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken, festgestellt wurde. Der Rat vertritt jedoch die Ansicht, dass die Silikonkissen und das Gel, dass diese enthalten, nicht anerkannt seien und dass die PIP-Implantate ein abnormal hohes Risiko des Aufplatzens aufwiesen. Dadurch könnte das Gel lecken und Entzündungsreaktionen hervorrufen.

Der Hohe Gesundheitsrat folgt deshalb der Einschätzung der  Bundesagentur für Arzneimittel und Medizinprodukte, dass es besser sei, die defekten Implantate dringend entfernen zu lassen.

Was die noch nicht gerissenen Implantate betrifft, rät der Hohe Gesundheitsrat, diese innerhalb eines vernünftigen Zeitraums und ohne Panik entfernen zu lassen. Den Patienten, die keine Entfernung der Implantate wünschen, rät der Hohe Gesundheitsrat, zu einer guten Kontrolle im regelmäßigen Rhythmus von sechs Monaten und zu erhöhter Aufmerksamkeit.