"Alte Meister" aus Belgien auf Reisen

Das Königliche Museum für Schöne Künste in Antwerpen (Foto) hat seine Pforten bis 2017 geschlossen, denn das altehrwürdige Gebäude wird grundlegend renoviert. Unterdessen ziehen die Gemälde aus der Sammlung um die Welt.

Die meisten "Alten Meister“ aus der Antwerpener Sammlung werden in den kommenden Monaten und Jahren in aller Welt zu sehen sein, denn das Museum leiht sie anderen Häusern in der Zeit der Renovierung des Gebäudes aus.

Ab dem 1. März zum Beispiel läuft in Mexiko City die thematische Ausstellung "Arte flamenco del siglo XVII“ und parallel dazu wird ab Mitte Februar in Sarasota im US-Staat Florida eine Ausstellung mit Gravuren von Pieter-Paul Rubens zu sehen sein. Beide Ausstellungen zeigen viele Werke flämischer Maler aus dem Antwerpener Haus.

Mitte April beginnt in fünf verschiedenen Städten und Museen in Japan eine große Ausstellung unter dem Titel "Ensor in context“ zu der das Antwerpener Museum für Schöne Künste 73 Gemälde und 59 Zeichnungen des flämischen Malers James Ensor (kleines Foto) aus Ostende zur Verfügung stellt.

Flämisches Kulturerbe

Paul Huvenne, der Chefkonservator des Königlichen Museums für Schöne Künste in Antwerpen sagte dazu gegenüber der Kulturredaktion der flämischen Tageszeitung De Standaard: "Eine fliegende Krähe fängt mehr als eine sitzende Krähe. Jetzt können Kunstliebhaber auf der ganzen Welt das phantastische Kulturerbe Flanderns bewundern.“ Nicht zuletzt helfen die Leihgebühren dabei, die Renovierungsarbeiten am Gebäude des Museums zu finanzieren.