5 Verdächtige im Schlossmord-Fall frei gelassen

Im Fall des so genannten "Schlossmordes" von Wingene (Westflandern) wurden fünf Verdächtige verhaftet und inzwischen wieder frei gelassen. Der Polizei scheint also doch kein Durchbruch im Fall des mysteriösen Verschwindens des 34-jährigen Schlossherren gelungen zu sein.

Die Frau des Immobilienhändlers hatte am Montag eine Blutspur und eine Kugelhülse in der Halle des Schlosses vorgefunden. Ihr Mann war spurlos verschwunden. 

Eine DNA-Untersuchung hat ergeben, dass es sich um das Blut ihres Mannes handelt, dem Familienvater.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann ermordet wurde. Der Schwiegervater und der Schwager des Schlossherren wurden verhört, aber danach wieder laufen gelassen. Der Schwiegervater besitzt eine Waffe, aus der jedoch nicht die Kugelhülse stammt, die am vermutlichen Tatort gefunden wurde. Die Staatsanwaltschaft schließt allerdings nicht aus, dass die beiden etwas mit dem Verschwinden des Schlossherren zu tun haben.

Die Polizei hatte fünf Verdächtige verhaftet. Laut mehreren flämischen Zeitungen handele es sich um vier Russen oder Tschetschenen und einen 61-jährigen Mann aus Aalter. Sie seien die ganze Nacht verhört worden, heißt es. Inzwischen musste die Polizei die fünf aber wieder wegen Mangels an Beweisen frei lassen. 

Auch über jegliches Motiv herrscht noch Unklarheit. Es habe Spannungen innerhalb der Familie gegeben, heißt es. Der Schlossherr und Vater von vier Kindern wollte nach Australien auswandern und das stieß auf heftigen Widerstand bei der Familie der Frau.

Die Leiche des Mannes ist übrigens immer noch nicht gefunden worden.