Belgien erlaubt das "short-selling" wieder

Neben Frankreich erlaubt auch Belgien wieder den Leerverkauf von Finanzaktien, die so genannten "short-sellings". Der Grund für diesen Schritt ist die entspannte Lage an den Finanzmärkten hieß es in Brüssel und Paris dazu. Im Sommer 2011 hatten mehrere EU-Länder angesichts der Schuldenkrise solche Leerverkäufe untersagt.

Zuletzt waren in Belgien "short-sellings“ bei der problemgeschüttelten Dexia-Gruppe verboten. Bei Leerverkäufen, "short-sellings" also, leiht sich ein Investor Papiere eines Unternehmens aus dem Bereich Banken oder Versicherer, um sie gleich weiter zu verkaufen - er geht in einer Aktie "short", wie dieser Vorgang in der Finanzwelt genannt wird.

Finanzwerte werden gern als Vehikel für Spekulationen auf die Wirtschaftskraft eines Landes genutzt. Damit wirkten sie zeitweise als regelrechter Brandbeschleuniger in der Schuldenkrise gleich mehrerer Staaten in der Europäischen Union - unter anderem in Belgien. Investoren hoffen bei Leerverkäufen auf fallende Kurse, damit sie ihre Aktien bis zum Rückgabe-Termin günstiger zurückkaufen können und die Differenzen oft als satte Gewinn einstreicht.

Banken, Versicherungen und andere Finanzunternehmen waren im Sommer 2011 im Zuge der Euro- und der Schuldenkrise verstärkt ins Visier von solchen Anlegern an den internationalen Märkten geraten, die auf fallende Kurse setzten. Daraufhin untersagten Belgien, Frankreich und weitere EU-Länder diese Leerverkäufe. In Belgien ging es neben der oben erwähnten Dexia-Gruppe auch um die Aktien von KBC, KBC Ancora und Ageas.