Ein Erotikmuseum für Belgiens Hauptstadt

Just am Valentinstag wurde die belgische Hauptstadt Brüssel um eine Attraktion reicher. In der Nähe der Zavel im historischen Stadtzentrum (Foto) eröffnete am Dienstagnachmittag das Museum für Erotik und Mythologie. Ein privater Initiator stellt hier rund 300 erotische Objekte aus.

Viele europäische Metropolen, wie zum Beispiel Amsterdam, Berlin oder Paris haben bereits ein Erotikmuseum, doch in Brüssel fehlte eine solche Anlaufstelle bis jetzt. In dieser Hinsicht verkaufte eine dem neuen Museum nahegelegene Galerie lediglich seit einigen Jahren erotische Kunst. Das war’s dann auch, bis jetzt.

Sammler Dr. Guy Martens, ein Arzt, der bisher Arbeitsmediziner beim kommunalen Brüsseler Sozialamt war, rief eine Stiftung ins Leben, um seine Sammlung an erotischen Objekten an die Öffentlichkeit zu bringen.

Die Stiftung übernahm ein Herrenhaus in der Sint-Annastraße in der Nähe der Zavel und richtete das neue Museum für Erotik und Mythologie ein, das auf drei Stockwerken auf 25 m² Fläche rund 300 Objekte zeigt.

Doch wer pikante und heiße Fotos von entblößten Damen und Herren erwartet, der liegt hier falsch. Die Sammlung von Dr. Martens umfasst in erster Linie Plastiken aus Elfenbein, japanische Holzschnitte, bronzene Statuen, einige Gemälde und eine Anzahl an weiteren Objekten aus der babylonischen Zeit bis heute.

Kürzlich kamen zwei neue Stücke hinzu, so Sammler Martens auf der Webseite der Brüsseler regionalen Wochenzeitung BDW, brusselnieuwe.be und zwar die Plastik "Minotaurus“ des deutschen Künstlers Paul Wunderlich und ein bronzener Schädel des zeitgenössischen italienischen Künstlers Matteo Pugliese.

Das neue Museum kann derzeit (noch) nicht von Zuschüssen profitieren. Doch Dr. Martens hat auf eigene Initiative zwei Mitarbeiterinnen eingestellt.

Mehr Info auf der Webseite des Museums für Erotik und Mythologie.