Europa League: Mäßig bis durchwachsen

Die drei belgischen Europa League-Teilnehmer haben bei ihren Hinspielen in der Zwischenrunde nicht für Überraschungen gesorgt. Anderlecht wurde von AZ Alkmaar ausgespielt und Brügge gab in Hannover die Führung aus der Hand. Standard Lüttich holte in Krakau zumindest einen Punkt.

AZ Alkmaar – RSC Anderlecht 1:0

Belgiens Rekordmeister RSC Anderlecht erlebte im niederländischen Alkmaar keinen schönen Fußballabend, denn die "Veilchen“ konnten den Gastgebern zu keinem Augenblick Paroli bieten. Für Anderlecht bedeutete das mit 1:0 verlorene Spiel der EL-Zwischenrunde die erste Niederlage in diesem Wettbewerb. Ironischer Weise sagte Coach Ariël Jacobs nach der Partie, das einzig Positive sei das Resultat gewesen. Damit wies er auf den Umstand hin, dass es deutlich noch schlimmer hätte kommen können.

Alkmaar hatte recht schnell begriffen, dass Anderlecht nicht den besten Tag erwischt hatte, zumal Goalgetter Suarez auf der krank Bank saß. Schon in der 35. Spielminute fiel das einzige Tor der Partie, als der 19jährige Adam Maher eine präzise Vorgabe von Poulsen nutzte und zum 1:0 traf. In der Folge bestimmte AZ die Partie, doch weitere Torchancen kamen keine mehr. Auffallend war, das beiden Mannschaften nicht gelang, ihre Stürmer in Szene zu setzen.

Hannover 96 – FC Brügge 2:1

Christoph Daum hat mit Club Brügge in seinem Heimatland nicht gewinnen können. Der Club gab in Hannover eine 0:1-Führung aus der Hand und musste mit einer 2:1-Niederlage wieder abreisen.

In der Anfangsphase beschnupperten sich beide Mannschaften und die Gäste aus Brügge kamen am besten aus den Startlöchern. Sieben Eckstöße in der ersten Halbzeit beweisen den Drang in den gegnerischen Strafraum. Doch mehr als vergebene Chancen kamen in der ersten Halbzeit für beide Teams nicht heraus.

Die zweite Halbzeit war deshalb umso spektakulärer. In der 51. Minute kam der Club in Führung, nach dem Maxime Lestienne nach Vorlage von Stenman per Kopfball traf. Danach reagierten die 96er und Brügge geriet heftig unter Druck. Pander sorgte mit seinen Freistößen für Unruhe in der Brügger Verteidigung.

In Minute 72 konnte der gerade eingewechselte Sobiech ausgleichen und in der 80. Minute nahm der Torschütze nur allzu gerne ein Foul von Donk an und es kam zum entscheidenden Strafstoß, den Jan Schlaudraff mit einem Panenka-Lupfer zum 2:1-Endstand einlochte.

Wisla Krakau – Standard Lüttich 1:1

Die Lütticher hätten aus ihrer 0:1-Führung gegen Krakau wohl mehr machen können, doch die Polen konnten kurz vor dem Abpfiff noch ausgleichen. Allerdings sorgt das Auswärtstor der "Rouches“ für das Rückspiel noch für eine recht gute Ausgangsposition.

Allerdings hat Standard in Polen viel liegenlassen. Nach knapp einer halben Stunde traf Cyriac mit einem Strafstoß zur Führung. Kurz davor hatte Czekaj Buyens im Strafraum gefoult, wofür der Krakau-Spieler mit einer Roten Karte bedacht wurde. Doch aus der Überzahl machten die Lütticher nichts.

In der zweiten Halbzeit optierten die Gäste aus Belgien offenbar für Ergebnishalten und die als schnelle Stürmer bekannten Cyriac und Tchité hielten sich zurück. Krakau hingegen wollte den Sieg und stemmte sich gegen die Lütticher Übermacht, was sich zwei Minuten vor dem Abpfiff auch lohnte, als Genkov einen Freistoß abstaubte und zum Ausgleich traf (Foto).

Die Rückspiele finden am 23 Februar statt. Dann haben die Belgier alle Heimrecht.