Hasselt verbietet Islamisten-Treffen

Hilde Claes (SP.A), die Bürgermeisterin der limburgischen Provinzhauptstadt Hasselt, hat ein Treffen der radikal-islamistischen Gruppierung Hizb ut Tahir in der Teilgemeinde Godsheide untersagt. Sie berief sich dabei auf Informationen von Polizei und Innenministerium.
Hizb ut Tahir ist weltweit, wie hier in Bangladesch, aktiv

Als in den vergangenen Tagen bekannt wurde, dass die radikal-Islamistische Gruppierung Hizb ut Tahir am 4. März im Pfarrsaal der Hasselter Teilgemeinde Godsheide ein Treffen abhalten wollte, entstand in der limburgischen Provinzhauptstadt allgemeine Nervosität.

Hizb ut Tahir ist eine weltweit aktive radikale Bewegung mit mehreren Millionen Anhängern. Das Ziel dieser Gruppe ist, alle islamischen Länder zu einem großen islamistischen Gottesstaat zu vereinigen. Die Bewegung ist in vielen Ländern weltweit verboten, unter anderem in Deutschland und sogar in Pakistan.

Hasselts Bürgermeisterin Hilde Claes (Foto) von den flämischen Sozialisten SP.A hat das Treffen von Hizb ut Tahir auf dem Gebiet ihrer Kommune untersagt und beruft sich dabei auf Informationen von Polizei und dem Bundesinnenministerium.

Sie begründet das Verbot unter anderem mit Gesetzen zum Negationismus und gegen Rassismus und mit der Tatsache, dass die Stadt Hasselt die öffentliche Sicherheit nicht in Gefahr bringen wolle.

Die Bürgermeisterin wies mit Nachdruck auf die Tatsache hin, dass die Hasselter Moscheevereinigung von dem geplanten Treffen von Hizb ut Tahir nichts wusste und dass sich die Hasselter Moslems von dieser Gruppierung unbedingt distanzieren.