Seehäfen: Der Lotsenstreik ist zu Ende

Nach Verhandlungen mit der flämischen Landesregierung ist der Lotsenstreik in den belgischen Seehäfen in der Nacht zum Freitag beendet worden. Um Mitternacht gingen die Lotsen wieder an Bord von Hochseefrachtern und in Zeebrügge und Antwerpen laufen wieder Schiffe ein und aus.

Die flämische Landesregierung und die See- und Hafenlotsen hatten in Gesprächen vereinbart, dass Arbeitsgruppen zusammengestellt werden sollen, die sich mit den Problemen der Menschen, die in den Häfen arbeiten, befassen. Unter anderem geht es dabei um Themen, wie Rente und Lebensarbeitszeit und um die Definierung des beruflichen Status der Lotsen, ein in Belgien verbeamteter Berufszweig der höheren Gehaltsklassen.

In diese Beratungen, an denen Flanderns Landesverkehrsministerin Hilde Crevits (CD&V - Foto) teilnahm, soll auch Bundesrentenminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) mit einbezogen werden.

Die wichtigste Forderung der Lotsen ist, dass auch für sie die Ausnahmeregelungen für so genannte "schwere Berufe“ gelten soll. Das würde bedeuten, dass sie nicht erst mit 62 Jahren, sondern bereits mit 60 Jahren in Rente gehen können. Doch, so war auch aus flämischen Regierungskreisen zu vernehmen, für so etwas ist weder auf Landes-, noch auf Bundesebene Geld in den Haushalten vorgesehen.

Landesverkehrsministerin Crevits will in die Gesprächsrunden auch die Gewerkschaften und die Direktionen der verschiedenen Hafenverwaltungen sehen, denn letztendlich geht es bei dem seit Montag andauernden und um Mitternacht beendeten Streik auch um die internationale Konkurrenzfähigkeit der Häfen Antwerpen und Zeebrügge.