Mord im Schloss: Kein Geständnis der Verdächtigen

Auch nach stundenlangen Verhören am Wochenende haben die drei Verdächtigen im Mord an dem 34-jährigen Schlossherrn Stijn Saelens kein Geständnis abgelegt. Unter Mordverdacht stehen der Schwiegervater, der Schwager und ein 61-jähriger Mann aus Aalter, ein Bekannter des Schwiegervaters.

Am Dienstag entscheidet die Ratskammer, ob die Untersuchungshaft gegen die drei Verdächtigen verlängert wird.

Auch für ein klares Motiv gibt es bisher keine Anhaltspunkte.

Die Familie des Ermordeten sagt, sie habe vollstes Vertrauen, dass das Gericht den Mord aufklären werde.

Saelens war am 31. Januar zunächst spurlos aus seinem Schloss in Wingene verschwunden. Seine Ehefrau hatte bei ihrer Rückkehr nur eine Blutlache und eine Patronenhülse in der Eingangshalle vorgefunden.

Noch bevor die Leiche vergangenen Freitag in einem Waldstück in Maria-Aalter entdeckt wurde, waren der Schwiegervater, der Schwager und ein 61-jähriger Mann aus Aalter als Auftraggeber bzw. als Handlanger oder Ausführer des Mords in Verdacht geraten.

Die Schwiegerfamilie von Stijn Saelens soll sich gegen dessen Pläne gewehrt haben, mit den Kindern nach Australien zu ziehen. Scheinbar hatte der Großvater  2011 auch eine Klage wegen sexuellen Missbrauchs gegen Saelens eingereicht.

Inzwischen steht fest, dass der Graben, in dem die Leiche gefunden wurde, bereits vor zwei Wochen angelegt worden war. Der Fundort befindet sich nur ca. 150 m von einem Chalet entfernt, das dem 61-jährigen Mann aus Aalter gehört.