KBC und Santander: Fusion der polnischen Tochterbanken

Nach Bekanntgabe der Fusion zwischen der Kredyt Bank, die polnische Tochtergesellschaft der KBC, und Bank Zachodni WKB, eine Tochtergesellschaft der spanischen Santander, kamen die Börsenkurse in Schwung. Langfristig will die KBC ihre polnische Tochter ganz abstoßen.

Sobald die Fusion bekannt wurde, stiegt der Aktienkurs von Kredyt Bank um 18 %. Die KBC-Aktie legte um 6 % zu.

Die fusionierte Bank zählt rund 900 Agenturen und 3,5 Millionen private Kunden. Damit ist sie die zweitgrößte Bank in Polen. Santander erhält eine Mehrheitsbeteiligung von 76,5 %. KBC behält vorläufig 16,4 %, will seine Anteile jedoch langfristig abstoßen.

„Die Entscheidung, uns von der Kredyt Bank zu trennen und den polnischen Bankenmarkt zu verlassen, ist uns nicht leicht gefallen“, so KBC-Chef Jan Vanhevel. „Der Abbau der Bankaktivitäten in Polen wurde im Rahmen der Vereinbarungen mit der EU-Kommission getroffen, und zwar als Gegenleistung für die Bürgschaft der öffentlichen Hand während der Kreditkrise.

KBC-Chef nach 41 Jahren in Rente

Nach einer Laufbahn von 41 Jahren geht Jan Vanhevel, CEO der Bank und Vorstandsvorsitzender, in Rente.


„Nach mehreren turbulenten Jahren haben wir wieder Boden unter den Füßen und es scheint mir, dass ich die Gruppe sicher an meinen Nachfolger übergeben kann“, sagte Vanhevel, der sich mehr um Familie und Freunde kümmern möchte.

Seine Nachfolge tritt Johan Thijs an, der bislang CEO des belgischen Teils des Bankversicherers war.
 

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