Wieder mehr Verkehrstote in Belgien

Letztes Jahr ist die Zahl der Verkehrstoten um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das geht aus dem Barometer des belgischen Instituts für Verkehrssicherheit (BIVV) hervor.

Der Staatsekretär für Verkehr Melchior Wathelet spricht von einer beunruhigenden "Tendenz".

"Selbst wenn die Ergebnisse die Folge der außergewöhnlichen Wetterbedingungen Ende 2010 gewesen sind, ist es besorgniserregend zu sehen, dass die Zahl der Verkehrstoten auf unseren Straßen nicht mehr zurückgeht. Es scheint mir unumgänglich, die Verkehrssicherheitspolitik erneut in den Mittelpunkt zu stellen. Ich werde deshalb in den kommenden Wochen mit der Regierung und in Zusammenarbeit mit dem  BIVV untersuchen, wie wir diese steigende Tendenz umkehren können", so Wathelet in einer Reaktion.

Am 28. März wird das BIVV einen Go For Zero-Tag veranstalten, um die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren. Jedes Opfer ist eines zu viel. Die Verkehrssicherheit kann verbessert werden, vorausgesetzt, dass jeder etwas dazu beiträgt, indem er sein Verhalten verändert.

Die Zahlen sprechen für sich

Die Zahl der Toten, die noch am Unfallort sterben, stieg 2011 von 742 auf 770. Flandern und Wallonien zählten jeweils 382 und 371 Tote. In der Region Brüssel Hauptstadt lag die Zahl der Toten bei 17. Werden die Menschen, die innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall sterben, hinzu gezählt, beläuft sich die Zahl der Toten auf  875.

Es ist das erste Mal in vier Jahren, dass die Zahl der Verkehrstoten gestiegen ist. Zwischen 2009 und 2010 war die Zahl sogar um 10,9 Prozent gesunken: Von 943 auf 840 Tote.