Bußgelder für Anbieter von Lotto-Produkten

Kontroll-Bevollmächtigte der belgischen Nationallotterie haben im vergangenen Jahr bei Überprüfungen 501 Händler und Anbieter erwischt, die Lotterie- und Glücksspielprodukte an Minderjährige verkauften. Für diese Übertretungen müssen empfindliche Bußgelder bezahlt werden.

Die belgische Nationallotterie muss die Einhaltung der Glücksspielregelungen zum Jugendschutz selbst kontrollieren und so prüfen bevollmächtigte Mitarbeiter und für die Kontrollen eingespannte Jugendliche, ob sich die Anbieter solcher Produkte - zumeist Zeitschriftenhändler oder Kioskbetreiber - an das entsprechende Gesetz halten.

Trotz der Tatsache, dass die Lotterie ihren angeschlossenen Händlern jeweils ankündigte, dass sie mit verdeckten Kontrollen zu rechnen hätten, machten sich 501 Anbieter einer oder mehrerer Übertretungen schuldig, in dem sie entsprechende Produkte, zum Beispiel Rubbellose, an minderjährige Jugendliche abgaben.

Wer ein erstes Mal erwischt wird, der muss als Bußgeld ein Zehntel seines Wochenumsatzes bezahlen. Bei jeder weiteren Übertretung erhöhen sich die Strafzahlungen. Bei einer vierten Sanktion beendet die Nationallotterie die Zusammenarbeit mit dem betroffenen Händler. Glücklicherweise ist die Zahl derer, die die Glücksspielgesetze zum Jugendschutz verletzten, seit Jahren in Belgien rückläufig.