Mittelstand: Hälfte des Gewinns für den Staat

Der Mittelstand in Belgien, die kleinen und mittelgroßen Unternehmen, überweisen rund die Hälfte ihres Gewinns an den Staat. Steuern sowie Sozial- und Lohnnebenkosten drücken enorm auf den Umsatz, wie das Beraterunternehmen Deloitte in einer Umfrage herausfand.

Ein durchschnittliches belgischen mittelständisches Unternehmen überweise oft mehr als die Hälfte seines Gewinns an den Staat, wie das Consultancy-Unterhemen Deloitte in einer Umfrage bei 2.500 entsprechender Betriebe herausgefunden hat. Während die Körperschaftssteuer in etwa 28 % des Gewinns beträgt, belaufen sich die Arbeitgeberbeiträge auf rund 62 % des steuerlichen Drucks, so Deloitte.

Ein Sprecher von Deloitte warnte davor, den Impakt des Mittelstandes in Belgien zu unterschätzen, denn er trage einen nicht unerheblichen Teil zu den Einnahmen des Staates bei und er sei einer der wenigen Bereiche, in denen noch dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen würden. Damit bestätigt Deloitte vorausgegangene Studien des belgischen Unternehmerverbandes VBO.

Bedauernswert finden die Berater von Deloitte, dass sich immer weniger junge Menschen dazu entschließen, eine eigene Firma zu gründen. Das liege unter anderem am hohen Steuer- und Kostendruck für die Kleinunternehmen, die die Gewinnspanne
als dauerhaft zu niedrig erwarten lassen würden. Jungunternehmer brauchen eine transparente und stabile Politik, die derzeit nicht zu erkennen sei, hieß es bei Deloitte dazu.