Sanktionen helfen bei der Jobsuche

Die Zahl der Arbeitslosen in Belgien, die von den Arbeitsämtern sanktioniert wurden, weil sie zu wenig oder gar keine eigenen Anstrengungen unternehmen, um eine neue Stelle zu finden, ist um 7 % zurückgegangen.

Wenn die Arbeitsämter in Belgien der Ansicht sind, dass ein Arbeitsloser kaum oder keine Anstrengungen unternimmt, um eine neue Stelle zu finden oder dass ein Betroffener auf Angebote der Behörden nicht eingeht, dann drohen Sanktionen finanzieller Art. Das bedeutet, dass die Arbeitslosengelder entweder gesenkt oder zeitweise werden können. Im schlimmsten Fall, zum Beispiel bei Wiederholung oder bei Ignoranz gegenüber den behördlichen Auflagen können die Zahlungen auch ganz eingestellt werden und es droht der Gang zum Sozialamt.

Im vergangenen Jahr haben rund 25.000 Arbeitslose eine Sanktion auferlegt bekommen. Das entspricht einem Rückgang um 7 % gegenüber 2010. Eine Studie des belgischen Arbeitsamtes hat zudem ergeben, dass schon die Androhung entsprechender Sanktionen dazu führt, dass die angesprochenen Arbeitslosen schneller eine neue Anstellung suchen und auch finden. Belgiens Arbeitsministerin Monica De Coninck (SP.A) gab dazu an, dass das System der Sanktionen weiterlaufen werde.