Flämische Handelsmission nach Myanmar

„Kontakte sind noch keine Verträge“, sagte der flämische Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V), nachdem er mit 20 Unternehmen in Myanmar zu Gast war. Das asiatische Land öffnet sich erstmals gegenüber dem Westen, nach dem es wegen seiner Militärdiktatur jahrelang geächtet worden war.

Die Menschenrechtsverletzungen unter der Militärdiktatur führten zu Sanktionen gegen Myanmar, u. a. von der EU. Jahrelange Sanktionen haben dazu geführt, dass das Land sich kaum entwickelt hat, während die Nachbarländer zu ostasiatischen Wirtschaftstigern herangewachsen sind.

Heute begrüßen die Myanmaren westliche Investoren und Politiker. Flandern stößt vor allem mit seiner Expertise in der Gesundheitssorge und Logistik auf Interesse.

Auf kritische Fragen über die Absicht, mit Myanmar zusammenzuarbeiten, auch ohne Verbesserungen der Menschenrechtslage, sagte Peeters: „Das Land befindet sich in einer wichtige Phase, kurz vor Zwischenwahlen. Während dieser Handelsmission haben wir klar gemacht, dass der Demokratisierungsprozess unvermindert fortgesetzt werden muss. Insofern dies nicht geschieht, spürt Myanmar gleich, wie ernst es uns gemeint ist. Denn Kontakte sind noch keine Verträge.“