Ertrinkenden nicht gerettet - Freispruch

Ein Segler aus Zemst, dem unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen wurde, ist freigesprochen worden. Er soll im Juni 2009 einen 15jährigen Jungen, der in einem Badesee in Hofstade ertrank, von seinem Segelboot verjagt haben, ohne ihm zu helfen.

Das Opfer schwamm gemeinsam mit einem Freund in einem ungesicherten Bereich des Badesees in Hofstade (Flämisch-Brabant - Foto), in dem Badeverbot galt, als die beiden in Schwierigkeiten gerieten.

Der Freund konnte sich ans Ufer retten, doch das spätere Opfer versuchte sich an ein vorbeikommendes Segelboot zu klammern. Aber der Eigner dieses Bootes verjagte den Jugendlichen und dieser ertrank. Der Segler, ein Lehrer aus Zemst (Flämisch-Brabant), hatte die Hände des Jugendlichen in Not sogar vom Rand des Bootes entfernt.

Die Angehörigen des Opfers und die Staatsanwaltschaft Brüssel erkannten darin unterlassene Hilfeleistung mit Todesfolge, doch der zuständige Richter sah das anders und sprach den Beschuldigten wegen Mangel an Beweisen frei. Die Familie des Ertrunkenen lehnt das Urteil ab und geht in Berufung.