Eltern erhalten psychologische Hilfe

Die Eltern der verunglückten Kinder aus zwei Grundschulklassen in Heverlee (Leuven) und Lommel (Limburg) werden von der jeweiligen Schulleitung aufgefangen und erhalten psychologische Hilfe. Auf die Frage, ob ihr Kind noch lebe, haben viele noch keine Antwort bekommen. Bei dem Unfall in Sierre starben 28 Menschen, darunter 22 Kinder. 24 Kinder wurden verletzt.

In der Grundschule Sint-Lambertus in Heverlee wusste Schulleiter Marc Carels am Morgen nicht viel mehr, als dass ein Bus mit 24 Schülern, einer Lehrkraft und einem Begleiter aus den Skiferien im Schweizer Saint-Luc auf dem Rückweg nach Hause war und dabei verunglückte.

Die Eltern, die am Dienstagmorgen die Schule aufsuchten, wussten noch nicht, ob ihr Kind den Unfall überlebt hatte oder nicht. Da alle erwachsenen Begleiter am Unfallort starben, war es nicht einfach an Informationen zu geraten.

Im gleichen Bus befand sich nicht nur eine Schulklasse aus Heverlee, sondern ebenfalls 22 Schulkinder und zwei Lehrkräfte der Grundschule ‘t Stekske in Lommel. Auch hier wussten die Eltern am Morgen nach dem dramatischen Unglück nicht viel mehr.

Die Eltern werden im Laufe des Tages mit einem Militärflugzeug von Melsbroek aus in die Schweiz geflogen, wo sie im Nachmittag ankommen werden.
 

Schreckliche Ungewissheit

Die Namen der Opfer wurden nicht sofort freigegeben. Eltern und Angehörige wussten über lange Stunden nicht, ob ihr Kind tödlich verunglückt war oder nur schwer oder leicht verletzt.

Neben dem verunglückten Bus waren auch noch zwei andere Busse aus dem gleichen Hotel auf dem Rückweg nach Belgien. Die Reisebusse hatten 80 Schüler der Sint-Victorschule in Beersel und einer Schule aus Haasrode an Bord. Die Kinder sind inzwischen sicher zu Hause gelandet.