Regierung kündigt Staatstrauer an

Premierminister Elio Di Rupo kündigte am Mittwochnachmittag an, dass in Belgien ein Tag der Staatstrauer stattfinden werde. Genaue Modalitäten will die Regierung später bekanntgeben. Nach dem tragischen Busunglück im Schweizerischen Sierre, bei dem 22 Schulkinder und 6 Erwachsene Dienstagabend tödlich verunglückten, sind der Premier und der flämische Ministerpräsident Kris Peeters in die Schweiz geflogen.

Sie werden von Vizepremierminister Steven Vanackere und Verteidigungsminister Pieter De Crem begleitet.

Am frühen Nachmittag sind die Eltern der Opfer mit zwei Flugzeugen der belgischen Armee in die Schweiz gebracht worden. Sie sind dort inzwischen angekommen und wurden von den Schweizer Behörden über die Situation ihres Kindes informiert.

Angesichts der Katastrophe hat das Kernkabinett heute beschlossen, einen Tag der Staatstrauer zu verhängen.
„Das Ausmaß und die außergewöhnliche Art dieser Tragödie, die Emotionen, die sie hervorruft, haben die Regierung dazu veranlasst, Staatstrauer zu verhängen. Alle Belgier trauern mit den betroffenen Familien.“

Weiter sagte Di Rupo, die belgische Regierung stehe in ständigem Kontakt zu den Schweizer Behörden und achte darauf, dass die Familien auf eine würdige Weise aufgefangen und in ihrer Trauer begleitet werden.
 

„Die Familien so gut wie möglich informieren“

Am Mittwochmorgen hatten der König, Premierminister Di Rupo und Ministerpräsident Peeters den Angehörigen des Busunglücks bereits ihr Beileid bezeugt.

Der König, so teilte der Palast mit, sei erschüttert über die Nachricht des Unglücks. In Gedanken sei er bei den Opfern und ihrer Familie.

Auch Premierminister Di Rupo reagierte: Er habe die Nachricht des schrecklichen Unglücks in der Schweiz mit Bestürzung vernommen und denke an die Opfer, ihre Eltern und die ganze Familie.

Die Regierung setzt sich besonders dafür ein, dass die Angehörigen der Opfer umfangreich und in Würde über die Umstände und Folgen des schrecklichen Unglücks informiert würden.